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Meerforellen

Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) ist ein sehr wohlschmeckender Fisch und verwandt mit dem atlantischen Lachs. Sie gehört zu der Familie der Salmoniden, hat einen torpedoförmigen, lang gestreckten Körper und wie alle forellenartigen eine Fettflosse. Ihr Bauch ist weiß, die Seiten schimmern grau/silber und der Rücken ist grau/grün. Die Schwanzflosse der Meeresforelle ist gerade und die des Lachses V-förmig geschnitten.

Die Forelle (norw. Ørret)  bzw. Meerforelle ist ein sehr variationsreicher Fisch. Einige von Ihnen werden schnell mal mit dem Lachs verwechselt. Die Meerforelle erreicht eine Länge von ca. 1 Meter und Ihr Gewicht variiert zw. 10 – 20 kg. Die Meerforelle ist ein anadromer Wanderfisch, das heißt die Jungfische wandern in`s Meer und profitieren von den reicheren Nahrungsquellen im Meer. So werden die Bachforellen, welche als Jungfische in`s Meer wandern und zu Meerforellen werden ungefähr doppelt so schwer wie Ihre Artgenossen die ausschließlich im Süßwasser verbleiben.

Ablaichen können die Meeresforellen allerdings nicht im Meer, da die Eier und später die Jungfische andere ökologische Ansprüche wie z.B. Geröllbett, Süßwasser und Nahrung haben. Auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion erfolgt dann die Vermehrung.

Die Meerforelle legt Ihre Eier in Laichgruben ab. Die daraus enstehenden Jungfische verbleiben zw. 1 und max. 5 Jahren im Süßwasser und wandern dann in`s Meer ab. Anfangs fressen sie Wirbellose und später kleine Fische. Auf Ihrer Wanderung in`s Meer können diese Fische Strecken bis zu 40 km pro Tag zurücklegen. Die Hauptnahrung der Forellen sind Fische, kleine Krebse und Garnelen. Die Meerforellen wandern dann genauso wie die Lachse in die Gewässer zurück wo sie selber zur Welt kamen. Ihr Geruchssinn und Ihr Gedächtnis an den Geruch der Heimatgewässer hilft ihnen dabei die richtige Richtung und Flussmündung zu finden. Diese Reise macht jedes Tier (bis auf wenige Ausnahmen) allerdings nur einmal, den bei Ankunft an Ihrem Laichplatz haben sie fast 40% Ihre Körpergewichtes verloren und sind völlig entkräftet.

Die Tiere, welche den Abstieg wieder schaffen sind für den Angler leichte Beute, da sie völlig ausgehungert sind und den ganzen Tag nach Beute jagen. Diese Fische haben noch Ihr "braunes Laichkleid" an und müssen sich erst einmal wieder fettfressen, bevor sie als silberne Jäger zurückkehren.

 

Fangorte:

Die Meeresforelle ist auf Ihrem Weg zum Ablaichplatz häufig in größeren Flüssen anzutreffen. Jedoch auch kleiner Flüsse und Bäche sollte man nicht ganz auser Acht lassen. Besonders gute Fangerfolge versprechen die Mündungsbereiche von kleiner Flüssen  und Bächen. Da mischt sich das Salz- mit dem Süßwasser und genau dieses Süßwasser sucht die Meeresforelle instintiv für ihren Aufstieg.

Aber Achtung!! 200m links & rechts von den Einläufen ist das Fischen verboten. Die Fische im "braunen Laichkleid" werden geschont und zurückgesetzt und nur die Überspringer, welche im sibernen "Kleid" unterwegs sind dürfen geangelt werden.

Um geziehlt auf Meerforelle zu angeln sollte man die Dämmerung und Nachtstunden bevorzugen und den Fluss nach großen Steinen, Rinnen und unterspülten Ufern absuchen. Hat man so eine Stelle gefunden unbedingt geziehlt da angeln. Im Meer bringt auflaufendes Wasser (Flut)  die größten Fangerfolge, da mit Ihr die Fische kommen. Sinkt die Temperatur haben wir in Ufernähe größere Fangerfolge. Da die Meeresforelle die Küstennähe bervorzugt, hat man in den Abendstunden sehr gute Fangerfolge. In dieser Zeit kommt die Meeresforelle sehr dicht in Ufernähe und läßt sich in ca. 20 – 30 m Entfernung vom Ufer gut fangen. Die Forelle jagdt abends bis in die Morgenstunden Heringe, Sprotten, Stichlinge, Krebse und auch Sandaale, was sich sehr gut beobachten läßt. Bei der Auswahl des Fangplatzes sollte man sehr stark auf den Untergrund achten. Bietet dieser Deckungsmöglichkeiten wie große Steine, Muschelbänke und Krautfelder, ist er ideal Meerforellenangeln. Ab Mai, wenn die Temperaturen steigen wird es schwieriger die Meeresforelle in Ufernähe zu erbeuten.

 

Angeltechnik:

Im Fluss ist Fliegenfischen die wohl effektivste Methode um die Meerforelle zu anglen. Als Köder eignen sich kleine 30g Wobbler und siberne Spinner. Wer in den Abendstunden angelt sollte allerdings dunkle Köder wählen, da sich diese besser vom Himmel abheben und dadurch eher gesehen werden. Ist  das Angeln mit Wurm erlaubt eignen sich am besten Mehl – oder Tauwürmer welche dicht über dem Grund angeboten werden. Möchte man extreme Wurfweiten erreichen lohnt es sich den Spöcket von Falkfish (Meerforellenköder) zu probieren. Die Farbkombination Grün-Metallic hat sich sehr gut bewährt.

Im Meer eignen sich am besten Blinker, egal ob vom Ufer aus oder direkt vom Boot aus geangelt wird. In Küstennähe in den Abendstunden  am besten zum Spinnfischen geeignet, ist man jedoch mit dem Boot auf dem Meer/Fjord unterwegs hat man generell in tieferen, kälteren Regionen beim Schleppangeln fast immer Erfolg. Auch da auf die Flut setzen!!

 

Ausrüstung:

Die richtige Ausrüstung ist wohl das A & O des Fangerfolges. Ideal sind leichte Spinnruten mit Wurfgewichten von 10 – 40 Gramm und einer Länge zw. 2,60 – 3,00 Meter. Die Länge der Rute ergibt sich individuell aus der Körpergröße des Anglers. Die modernen und extrem leichten Kohlefaserruten verfügen über eine exzellente Aktion und es macht wirklich Spass mit diesen zu fischen. Als Schnur empfehlen wir geflochtene, salzwasserresistente Schnur. Der Vorteil dieser Schnur ist ihr geringer Durchmesser und der damit wesentlich geringer Wasserdruck auf die Schnur. Fischt man mit dieser Schnur unbedingt eine weiche Rute mit gut einstellbarer Bremse benutzen. Als wichtiges und auch praktisches Verbindungsglied zwischen Gerät und Köder ist der Wirbel ein wichtiges Kettenglied auf dem Weg zum Angelerfolg. Köder: Ja die Wahl der Köder, da gehen die Meinungen wiet auseinander. Mit einem Blinker zwischen 7 und 30 Gramm ist man als Küstenangler gut gerüstet. Es empfiehlt sich ein paar verschieden schwere Blinker einzupacken und auch ein paar als Ersatz, denn in Küstennähe n man mal schnell einen Blinker einbüßen. Je mehr Gegenwind umso schlanker und schwerer muß der Blinker sein. Für Meeresforellen empfiehlt es sich den Köder in klarem Wasser schnell zu führen, da die Forelle ein schneller und agiler Räuber ist und ihr keine Zeit gelassen weren darf um zu erkennen ob es sich um einen echten oder Kunstköder handelt.. Ist die Meeresforelle sehr träge, da das Wasser z.B. sehr kalt oder trüb ist oder nach einem Abstieg kann man die Schnur langsamer führen um dem Fisch die Zeit zu geben. Blinker aus Metall haben den Vorteil, das sie weiter geworfen werden können und mindestens auf einer Seite das Licht reflektieren und so dem echten Köderfisch sehr ähnlich sind. Wobbler hingegen sind leichter, sinken nicht so schnell ab können allerdings auch nicht so große Wurfweiten erreichen. Je nach Tageslicht und Wetter können die Köderfarben angepasst werden, ein wenig ausprobieren lohnt da schon.

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